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10. Mrz 2021 | Kasuistiken

Dekubitus am Os sacrum

Bei Wachkoma-Patienten, die intensivster Pflege bedürfen, gestaltet sich oft auch die Wundbehandlung schwierig. Mit der HydroTherapy aber kann dem Patienten eine effiziente Wundversorgung angeboten werden, die meist rasch zur Heilung führt, wie dieses Beispiel eines Dekubitus am Os sacrum zeigt.

Intensivstation

Die HydroTherapy, basierend auf nur zwei Präparaten – HydroClean zur Wundreinigung und -konditionierung im ersten Schritt sowie HydroTac zur Förderung von Granulation und Epithelisierung im zweiten Schritt – überzeugt nicht nur durch seine herausragende therapeutische Wirkung, sondern ebenso durch die problemlose Anwendung und Handhabung. Diese Effizienz zeigte sich auch bei nachfolgendem Fallbeispiel.

Dekubitus am Os sacrum, Kategorie II bis III

Ein 54-jähriger Patient mit der Diagnose Epiduralhämatom (Hirnblutung) rechts-hemisphäriell mit Mittellinienverlagerung und Zeichen der oberen Einklemmung aufgrund eines Schädel-Hirn-Traumas (SHT) mit Kalottenfraktur wurde durch seine schweren Schädigungen trotz umfangreicher chirurgischer Interventionen und intensivmedizinischer Therapie zum Wachkoma-Patienten mit Stuhl- und Harninkontinenz.

Seine komplette Immobilität führte bereits während des Klinikaufenthaltes zur Ausbildung eines Dekubitus am Os sacrum, Länge ca. 2,5 cm und Breite ca. 1,5 cm, der zwei unterschiedlich tiefe Läsionen aufwies [Aufnahmebefund am 18.11.2015, Abb.1]. Die Läsion auf 9 Uhr zeigte sich als kleines, offenes Ulkus ohne Fibrinbeläge als Kategorie II. Bei der Läsion auf 3 Uhr waren subkutanes Gewebe und Fibrinbeläge sichtbar, weshalb sie als Kategorie III eingestuft wurde. Die Wundumgebung war leichte gerötet.

Die Wundbehandlung begann mit HydroClean am 18.11.2015, wobei die unterschiedlichen Dekubitus-Kategorien keine Rolle spielten. Der Dekubitus wurde problemlos mit HydroClean ø 5,5 cm abgedeckt und mit dem Folienverband HydroFilm fixiert [Abb. 2]. Der Verbandwechsel erfolgte alle zwei Tage. Beim Verbandwechsel war keine zusätzliche Reinigung und Spülung erforderlich. Die Wundumgebung wurde durch ein Hautschutzpräparat gepflegt.

Am 1.12.2015 zeigt sich der Dekubitus auf 9 Uhr unter der HydroClean-Behandlung vollständig epithelisiert, der Dekubitus auf 3 Uhr wies noch Beläge am Wundgrund auf [3].

HydroTherapie
[1] Aufnahmebefund am 18.11.2015 mit Dekubitus auf 9 und3 Uhr.[2] Wundversorgung mit HydroClean und Fixierung mit HydroFilm. [3] 1.12.2015: Dekubitus auf 9 Uhr epithelisiert, auf 3 Uhr noch Beläge.

Da die Wundexsudation deutlich abgenommen hatte, wurde mit Schritt zwei der HydroTherapy – mit dem Schaumverband HydroTac – fortgefahren [4].

Die weitere Behandlung mit HydroTac gestaltete sich ebenso problemlos wie mit HydroClean. Der Verbandwechsel erfolgt alle drei Tage [5] und war weder für den Patienten noch für die Pflegekräfte belastend. Am 16.12.2015, nach nur 28 Tagen, war der Dekubitus vollständig epithelisiert. 

HydroTherapie
[4] Weiterbehandlung mit HydroTac, Verbandwechsel alledrei Tage.[5] Zustand des Dekubitus am 3.12.2015.[6] 16.12.2015: Vollständiger Wundverschluss nach nur 28 Tagen.
Der Autor: Sebastian Kruschwitz, Fachbereichsleitung Wundmanagement, Zentrum für Beatmung und Intensivpflege im „Storkower Bogen“, Berlin

Quelle für alle Bilder: Sebastian Kruschwitz

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