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19. Feb 2021 | Wundversorgung aktuell

ABPI - Basisdiagnostik beim Ulcus cruris

Die Behandlung eines Ulcus cruris ohne Kenntnis der Durchblutungssituation in den arteriellen Unterschenkelgefäßen ist nicht zu verantworten. Die Ermittlung des Knöchel-Arm-Index (engl. ankle-brachial-pressure-index = ABPI oder kurz ABI) durch die nicht invasive Maßnahme einer dopplersonografisch optimierten Blutdruckmessung ist deshalb unverzichtbar.

Was ist der Knöchel-Arm-Index bzw. ABI?

Grundprinzip der Methode ist die klassische Blutdruckmessung, wobei an Stelle des Stethoskops zur Messung der systolischen Druckwerte die Dopplersonde benutzt wird. Mit dem Dopplergerät können am Unterschenkel die einzelnen Arterien dargestellt werden, was mit einem Stethoskop nicht möglich wäre. Bei einer Gefäßerkrankung kommt es zu Verengungen der die Extremitäten versorgenden Arterien und damit zu Durchblutungsstörungen. Um die gemessenen Werte unabhängig vom systemischen Druck bewerten zu können, wird ein Index gebildet aus dem am Arm und dem im Knöchelbereich ermittelten Blutdruckwert. Die Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Fachgesellschaften (AWMF) definieren über ABI-Kategorien die Schweregrade einer pAVK.

Die praktische Durchführung

Mögliche Fehlerquellen bei der Bestimmung

Diagnostische Genauigkeit des ABI

Die diagnostische Genauigkeit des ABI zur Abklärung einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit ist hoch. Die Sensitivität liegt bei 95 %, d. h. von 100 Untersuchten mit einer pAVK werden 95 auch entdeckt. Die Spezifität beträgt 99 %, d. h. wenn eine pAVK angezeigt wird, dann stimmt dies in 99 % der Fälle.

ABI Interpretation

Die Berechnung des ABI erfolgt nach folgender Formel:

Beispiel: 130 mmHg Knöchel durch 175 mmHg Oberarm ergibt einen ABI von 0,75 und zeigt damit eine mittelschwere pAVK an.

Nutzen der ABPI-Bestimmung

Bilder: Paul Hartmann AG

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